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Zukunftsgruppe

Die Zukunftsgruppe – gemeinsam hören, wohin Gott uns führt

Als God in Life Remstal sind wir 2026 in einen Zukunftsprozess gestartet. Dafür gibt es die Zukunftsgruppe: Sie besteht aus unseren Bereichsleitern, den Ältesten und unserem Pastor. Begleitet wird sie von Norbert Kemmesies, einem externen Coach von CBI (Church Basics International), der selbst Pastor ist und viele Gemeinden auf ähnlichen Wegen begleitet hat.

In der Zukunftsgruppe geht es nicht darum, dass ein kleiner Kreis über die Köpfe der Gemeinde hinweg entscheidet. Es geht darum, gemeinsam hinzuschauen, ehrlich Bilanz zu ziehen und auf Jesus zu hören: Wofür ist unsere Gemeinde da? Was will der Herr mit seiner Gemeinde? Denn sie ist seine Gemeinde – nicht unsere.

Damit alle auf dem Laufenden bleiben, berichten wir hier nach jedem Treffen, woran wir gerade arbeiten. Fragen und Gedanken dazu sind jederzeit willkommen – sprich uns einfach an.


Bericht von Martin Weese, vom zweiten Treffen am 20.09.2026:

Im zweiten Treffen haben wir zunächst den bisherigen Prozess und zentrale Spannungsfelder aufgegriffen: die missionarische Ausrichtung, die Situation in Lerchenheide sowie Fragen nach Kultur, Haltung, Commitment und Verbindlichkeit. 

Inhaltlich arbeiteten wir dann mit dem Bild eines Hauses und der Einteilung in öffentliche Bereiche („Wohnzimmer“), halb öffentliche Bereiche („Küche“) und nicht öffentliche Bereiche („Schlafzimmer“). Damit betrachteten wir, wo und wie Menschen zur Gemeinde dazukommen können. 

Danach entstand ein geistlicher Impuls zum Gebet. Eine gemeinsame Gebetsrunde und das wöchentliche Gebet wurden als Gesamtgrundlage für den weiteren Weg, die Vision und alle nächsten Schritte hervorgehoben. 

Protokolle und nächste Termine sollten künftig frühzeitig bereitgestellt werden, damit der Prozess verbindlich bleibt. 

Im Folgenden wird die Gesamtdiskussion in Bezug auf die drei wesentlichen Kernthemen zusammengefasst: klares Anliegen und klare Ziele, die missionarische Wirkung sowie die Einbindung und das Engagement – besonders der jüngeren Generation. 

Knackpunkt 1: Klares Anliegen und klare Ziele 

Herausforderung 

  • Es braucht Klarheit darüber, was uns wichtig ist, wohin wir wollen und wofür Menschen sich finanziell und praktisch verbindlich einbringen sollen. 
  • Vision, Ziele und Prozess müssen so konkret werden, dass Schmerzpunkte gezielt angegangen und Fortschritte inhaltlich wie zahlenmäßig bewertet werden können. 
  • Gemeinde darf nicht nur ein Ort sein, der dafür da ist, dass die eigenen Kinder gut aufgehoben sind. Auch wenn das als historischer Startpunkt so war: Für die Zukunft geht es um mehr und es braucht eine andere Existenzgrundlage. 

Ermutigung und erste Ansätze 

  • Unsere Gemeinde besitzt eine wertvolle, unverstellte Art: Menschen erleben Gottes Gegenwart und Liebe sowie einen persönlichen, echten Glauben, der nicht aufgesetzt ist und das Leben sichtbar bewegt. 
  • Wir rechnen damit, dass Jesus heute lebt und wirkt, beten für Wunder und teilen persönliche Geschichten. Glaube soll das ganze Leben prägen, Menschen 
  • verändern und zum Aufblühen bringen – ohne Druck, Manipulation oder künstliche Inszenierung. 
  • Nicht alles muss gleichzeitig stattfinden. Entscheidend ist, mit Freude gemeinsam unterwegs zu sein, Sinnvolles wegzulassen, gute Ideen aufzugreifen und das Machbare zusammen umzusetzen. 

Knackpunkt 2: Missionarische Wirkung 

Neue Menschen kommen in die Gemeinde und lernen Jesus kennen. 

Herausforderungen und Status quo 

  • Auf dem Papier gibt es viele öffentliche Angebote, zu denen Menschen dazukommen könnten. Tatsächlich wird jedoch wenig persönlich eingeladen. 
  • Gründe dafür sind unter anderem fehlende direkte Kontakte zu interessierten Menschen und Angebote, die thematisch nicht als passende Brücke für Freunde oder Bekannte wahrgenommen werden. 
  • Missionarische Wirkung braucht beides: ein Bewusstsein der eigenen Sendung im persönlichen Umfeld und eine Gemeinde, zu der man gern einlädt und in der neue Menschen gastfreundlich aufgenommen und integriert werden. 
  • Dabei müssen drei Gruppen im Blick bleiben: die tragenden Säulen der Gemeinde, die übrige Gemeinde und das Umfeld. Alle drei sollen angesprochen und abgeholt werden. 

Ermutigung und erste Ansätze 

  • Gastfreundschaft kann bewusst entwickelt werden, etwa durch die 15/15-Regel: jeweils 15 Minuten vor und nach dem Gottesdienst den Blick gezielt auf neue Menschen und Personen mit einer Not richten. 
  • Das Thema „Welcome“ kann praktisch bearbeitet werden: Wie begrüßen, begleiten und integrieren wir Menschen so, dass sie sich wahrgenommen fühlen? 
  • Bestimmte Sonntage oder Formate könnten bewusst einladungsfreundlich gestaltet werden. Für jüngere Menschen sollte erkennbar sein: Hier lohnt es sich zu kommen und Freunde mitzubringen – nicht wegen einer Show, sondern wegen eines echten, persönlichen und glaubensvollen Miteinanders. 
  • Die VIP-Praxis kann den persönlichen missionarischen Blick stärken: Für wen bete ich, dass die Person Jesus kennenlernt, ein gutes Gespräch entsteht, sie einmal vorbeikommt oder in einer konkreten Not Unterstützung erfährt? 

Zu verfolgende Fragen 

  • Wozu würde ich persönlich jemanden einladen, und bei welchem Angebot würde ich tatsächlich jemanden mitbringen? 
  • Welche Themen und Formate schaffen eine gute Brücke für Menschen ohne direktes Interesse am Glauben? 
  • Welche Sonntage oder besonderen Zeiten eignen sich besonders gut zum Einladen? 
  • Wie können Menschen aus dem konkreten Umfeld realistisch dazukommen – etwa auch aus Plüderhausen? 
  • Wenn wir die Lerchenheide mit ihren Stärken nutzen wollen: welche Schmerzpunkte sollten angegangen werden (z.B. Toiletten, Auffindbarkeit,…)? 

Knackpunkt 3: Einbindung und Engagement – besonders der Jüngeren 

Herausforderungen und Status quo 

  • Menschen können sich je nach Lebensphase nicht immer im gleichen Maß einbringen. Zugleich braucht die Gemeinde eine tragfähige innere Dynamik, damit Dienste besetzt, Menschen entwickelt und neue Ideen umgesetzt werden können. 
  • Die große Gruppe der Teens und jungen Erwachsenen bilden eine wichtige Kerngruppe. Die zentrale Herausforderung ist, ihnen Raum zu geben, damit die Gemeinde auch zu ihrer Gemeinde wird und sie ihre Gaben entdecken und entfalten können. 
  • Es ist Bereitschaft zum Einbringen da. Das Beispiel des Radiant Friday zeigte aber auch, dass das Zusammenführen von Erwartungen und Vorstellungen eine Herausforderung ist. 
  • Junge Menschen brauchen eine Kultur, in der sie Lust haben, sich einzubringen, Verantwortung natürlich übernehmen können und mit ihrer Energie, Zeit, Kraft und Perspektive ernst genommen werden. 
  • Allgemeine Einladungen reichen oft nicht aus. Es besteht die Notwendigkeit, Menschen persönlich anzusprechen, sie gezielt zu ermutigen und konkret mitzunehmen. 
  • Das Bild des IKEA-Schranks (Gebetseindruck) macht Mut: Das, was wir brauchen, ist bereits vorhanden. Die Aufgabe besteht darin, es sinnvoll zusammenzufügen und zu nutzen. 

Mögliche Ansätze 

  • Sich regelmäßig (z.B. bei jedem zweiten eigenen Dienst) bewusst fragen: Wen kann ich ansprechen, hineinnehmen und entwickeln? Wer könnte diese Aufgabe künftig übernehmen? 
  • Jüngeren echte Gestaltungsräume geben, in denen sie ausprobieren, Verantwortung übernehmen und eigene Ideen einbringen dürfen. Dazu braucht 
  • es gezieltes Sehen von Potenzial, Ermutigung das zu nutzen und einen gangbaren, angemessenen konkreten Schritt in die Richtung. 
  • Ältere Menschen bleiben wertvoll beteiligt, übernehmen jedoch stärker eine begleitende und freisetzende Rolle. Ihre Erfahrung wird geschätzt und eingebunden. Jung und alt zusammen engagiert wäre ein mögliches Ziel. 
  • Die Gemeindefreizeit kann als konkreter Raum genutzt werden, um junge Menschen einzubeziehen, ihre Sicht zu hören und erste Verantwortung zu übertragen. 

Zu verfolgende Fragen 

  • Wie holen wir Jugendliche und junge Erwachsene konkret hinein? 
  • Was brauchen sie, damit sie gern kommen, Freunde mitbringen und sich aus eigener Motivation engagieren? 
  • Welche Aufgaben, Formate und Entscheidungsräume können zeitnah an Jüngere übertragen werden? 
  • Wie gelingt die Übergabe des Staffelstabs, ohne die Erfahrung und das Engagement der Älteren zu verlieren? 

Bericht von Martin Weese, vom ersten Treffen am 14.06.2026:

Beim ersten Treffen der Zukunftsgruppe haben wir Norbert, unseren Coach von CBI, kennengelernt. Durch seine große Praxiserfahrung und den Blick aus vielen verschiedenen Gemeinden hilft er uns, unsere eigene Situation besser zu verstehen und neue Perspektiven zu gewinnen.

Gemeinsam haben wir uns angeschaut, welche Bereiche eine Gemeinde prägen:

  • die Gemeinschaft untereinander,
  • persönlicher Dienst und Entwicklung,
  • das Leben mit Gott,
  • die Wirkung nach außen,
  • sowie Leitung und Organisation.

Ziel ist ein ausgewogenes Zusammenspiel dieser Bereiche – passend zu unserem Umfeld und zu dem, wie wir als Gemeinde sind.

Standortbestimmung

Wir haben gesammelt, was wir als Gemeinde tun, wie gut es läuft und wo wir Herausforderungen sehen. Daraus entstand ein klares Bild, das zu einer offenen und ehrlichen Diskussion geführt hat: Warum gehen wir in die Gemeinde? Warum gibt es uns? Was prägt unsere Kultur?

Was deutlich wurde

Aus dem Austausch wurde deutlich: Wir sind dankbar für unsere Gemeinde. Wir wollen Gemeinde sein, wir schätzen unser Ältestenteam und Thias als Pastor. Wir sind gerne miteinander unterwegs, da wir uns auch teilweise schon lange kennen.

Gleichzeitig spüren wir den Wunsch, nach vorne zu gehen: eine neue Vision zu entwickeln, unsere gemeinsame DNA klarer zu fassen und neu zu formulieren, wofür unsere Gemeinde da ist. Wir wünschen uns, dass Menschen Jesus kennenlernen und dass wir ein sichtbares Zeugnis nach außen sind.

Natürlich ist es eine Herausforderung, dass wir im ganzen Remstal verteilt wohnen. Aber: Eine Gemeinde, zu der man gerne geht, wo geistliches Leben spürbar ist und man als Person ankommt und integriert wird – zu der fährt man auch gerne. An so einer Gemeinde wollen wir weiter bauen.

Konkrete Perspektiven

Zum Schluss haben wir erste Strategie‑Optionen gesammelt. Dabei wurde deutlich: Es geht nicht darum, immer mehr zu machen oder alles anzubieten. Mit unserer Größe können wir das nicht leisten. Aber wir können das, was uns wichtig ist – zum Beispiel einen guten Gottesdienst am Sonntag – bewusst und stark gestalten. Und wir können das, was uns vielleicht fehlt, wie das Einladen und Integrieren neuer Menschen, dort mit hineinnehmen. Die Stärken der Lerchenheide wollen wir dafür nutzen.

Diese Gedanken können Bausteine für unsere Zukunft sein. Beim nächsten Treffen denken wir an dieser Stelle weiter. Wir sind gespannt, wie es weitergeht!